Zuverlässiger Schutzanzug fürs Haus




Fassadengestaltung mit mineralischen Edelputzen

(djd). 100 Prozent wetterfest und dennoch diffusionsoffen und atmungsaktiv: Was bei moderner Funktionskleidung für Sport und Freizeit erst durch Hightechfasern möglich wurde, kann der “Maßanzug” fürs Haus schon seit Jahrhunderten. Mineralische Edelputze als sichtbarer Abschluss der Hausfassade haben Bauwerke schon seit langer Zeit sicher und zuverlässig vor Wind und Wetter geschützt. Von Frost und Hitze zeigen sich die mineralischen Werkstoffe gleichermaßen unbeeindruckt. Sie sind diffusionsoffen und können Feuchtigkeit aufnehmen und schnell wieder abgeben. Wie eine atmungsaktive Jacke sorgt der Putz dafür, dass Wände und Haus trocken bleiben und dennoch nicht ins Schwitzen kommen. So entsteht auf natürliche Art ein gesundes Wohnklima.

Schutzanzug Fassade

Bei der Sanierung und Modernisierung der Fassade setzen viele Hausherren auf einen klassischen mineralischen Putz. Foto: djd/Industrieverband WerkMörtel

Bei der Herstellung mineralischer Edelputze kommen natürliche, anorganische Rohstoffe wie Kalkstein, Sand, Marmor oder Quarz sowie als Bindemittel Kalk oder Zement zum Einsatz. Biozide, Lösemittel oder Weichmacher wird man dagegen vergeblich suchen. Mineralische Baustoffe sind nicht brennbar – im Gegenteil: Durch ihre hervorragenden Eigenschaften schützen sie im Falle eines Brandes die darunterliegenden Schichten.

Fassaden mit Charakter

Der Hauptgrund für Bauherren und Modernisierer, sich für mineralische Edelputze zu entscheiden, liegt aber sicher in der großen Gestaltungsfreiheit, die sie bieten. Sie lassen sich in nahezu jeder gewünschten Tönung durchfärben, so dass man bei entsprechender Schichtdicke ohne einen zusätzlichen Anstrich auskommt. Mit verschiedenen Verarbeitungstechniken kann die Oberflächenstruktur unterschiedlich gestaltet werden, zum Beispiel als Edelkratzputz, Rillen-, Modellier- oder Scheibenputz. Glatte, feine Oberflächen geben dem Haus einen besonders edlen und eleganten Ausdruck, während gröbere Strukturen der Fassade einen gediegenen und individuellen Charakter verleihen. Unter www.mineralisch.de gibt es im Internet weitere Informationen zu mineralischen Putzen sowie Adressen von Herstellern und Handwerkern. Eine kostenlose Infobroschüre kann unter 0203-9923947 auch telefonisch angefordert werden.

Durchfärben statt anstreichen

Klassisch Weiß, in sonnigen Gelb- und Orangetönen, edlem Grau oder beruhigendem Blau: Die Farbgestaltung des Hauses bestimmt seinen Charakter maßgeblich mit. Mineralische Edelputze sind vollständig durchgefärbt, die Farbpigmente als Bestandteil des Werkstoffs fest eingebunden. Dadurch bekommen Edelputz-Fassaden ihre warmen, authentischen Farbtöne. Weil Putz und Farbe eine Einheit bilden, sind sie besonders widerstandsfähig, UV-beständig und langlebig. Unter www.mineralisch.de gibt es Informationen.





Wohnqualität und Klimaschutz







Baumängel gefährden Energiesparziele

(djd). Energiesparendes Bauen und Modernisieren ist nach wie vor eines der wichtigsten Themen, wenn es um Klimaschutz und die Senkung des Energieverbrauchs geht. Denn der Anteil von Gebäuden am Gesamtverbrauch liegt bedeutend höher als der des Straßenverkehrs. Bis 2050 soll der Baubestand nach dem Willen des Gesetzgebers nahezu klimaneutral werden. Damit der geplante Energiestandard bei einem Neubau oder einer Modernisierung tatsächlich erreicht wird, muss die Qualität des Bauwerks stimmen. Baumängel, leider auch heute eher die Regel als die Ausnahme, können die Ziele des Bauherren gefährden, wie eine Studie der Verbraucherschutzorganisation Bauherren-Schutzbund e. V. (BSB) und des Instituts für Bauforschung e. V. (IFB) belegt.

energieeffizenz

Nur bei mängelfreier Ausführung wird ein neues Haus sicher so energiesparend, wie sein Besitzer es sich wünscht. Foto: djd/Bauherren-Schutzbund

Höhere Energiekosten und Folgeschäden

Ungeeignete Dämmmaterialien, fehlerhafte Anschlüsse und Abschlüsse von Bauteilen, zu dünner Dämmaufbau, falsche Materialkombinationen, Durchdringungen der Dämmschicht oder der luftdichten Hülle: Die Liste der Schäden, die die Studie auflistet, ist lang. Rund ein Drittel war auf mangelhafte Planung, zwei Drittel auf Mängel in der Ausführung zurückzuführen. Die Folgen für den Hausbesitzer können weitreichend sein. Direkt spürbar werden Energiekosten, die deutlich höher liegen als geplant. Folgeschäden durch Feuchte und Schimmelpilzbefall können teure Schadenbeseitigungsmaßnahmen nach sich ziehen, und nach der Bauabnahme liegt die Beweislast beim Hausbesitzer.

Qualitätskontrollen von der Planung bis zur Bauabnahme

Die BSB-Studie kommt zu dem Schluss, dass die Anforderungen an eine hohe Bauqualität deutlich gestiegen sind und mit immer strengeren Regeln in der Energieeinsparverordnung (EnEV) weiter zunehmen werden. Bauunternehmen und Planer werden sich mit entsprechend gut qualifiziertem Personal darauf einstellen müssen. Bauherren und Modernisierern raten die Verfasser der Studie, sich durch unabhängige baubegleitende Qualitätskontrollen von der Planung bis zur Bauabnahme abzusichern. Unter www.bsb-ev.de gibt es mehr Informationen und die Adressen unabhängiger Bauherrenberater.

Energiesparziel verfehlt: Das kann teuer werden

Wer heute energetisch besser baut oder modernisiert als in der Energieeinsparverordnung (EnEV) gefordert, kann den Staat zum Beispiel über die Förderprogramme der KfW an der Finanzierung seines Hauses beteiligen. Verfehlt das Gebäude wegen Planungs- und Ausführungsfehlern den angepeilten Energiestandard, kann es für den Bauherren teuer werden. In diesem Fall sind Fördergelder zurückzugeben. Schlimmstenfalls wird sogar Schadenersatz fällig – und die geplante Finanzierung des Baus kann kippen.





Neuer Nutzen für altes Papier







Cellulosedämmung punktet auch dank ihrer ökologischen Vorteile

(djd). Eine Gebäudedämmung, die den Anforderungen der Energieeinsparverordnung (EnEV) entspricht oder noch darüber hinausgeht, schont nicht nur den eigenen Geldbeutel, sondern wirkt sich langfristig auch auf den CO2-Ausstoß und damit auf die Klimabilanz des Hauses aus. Doch auch für Rohstoffgewinnung, Herstellung, Transport und Einbau der Dämmung wird Energie verbraucht. Zwischen den einzelnen Dämmstoffen gibt es hier große Unterschiede. Günstig schneiden in der Regel Materialien aus nachwachsenden Rohstoffen ab. Cellulosedämmungen von Climacell beispielsweise bestehen aus Altpapier, das ursprünglich aus Holz gewonnen wurde. Besonders günstig sind sie, weil für den Werkstoff kein Baum extra gefällt wird, sondern vor allem Verschnitt und Rückläufer aus Druckereien verwertet werden. Die Verarbeitung erfolgt mit geringem Energieaufwand in Spezialanlagen, die das Papier zu Cellulosefasern aufbereiten.

Einbau ohne Verschnitt

Der Einbau auf der Baustelle erfolgt in der Regel über Schläuche direkt aus dem Transportfahrzeug. Die losen Fasern werden direkt in Hohlräume beispielsweise im Dachstuhl, in Ständerwänden, Trockenbauwänden, Decken und Böden eingeblasen und bilden dort eine dichte, hoch isolierende Faserschicht. Alternativ können sie, mit einem geringen Kleberanteil versehen, als Schicht auf die Wand aufgespritzt werden. Die Vorteile bei beiden Verfahren: Im Unterschied zu Plattenelementen besteht keine Gefahr, dass zwischen den Elementen Ritzen entstehen. Auf der Baustelle fällt keinerlei Verschnitt an, und Materialreste aus einer angebrochenen Verpackungseinheit können einfach weiterverwendet werden. Unter www.climacell.de gibt es alle Informationen über den klimafreundlichen Dämmstoff Cellulose.

Cellulosedämmstoff

Eine Cellulosedämmung ist gut geeignet für Dächer, Wände, Böden und Decken. Foto: djd/Climacell


Problemlose Entsorgung

Vorteile bietet die Cellulosedämmung auch beim Rückbau eines Hauses. Während beispielsweise Mineralwolle als Sondermüll behandelt wird und vergleichsweise hohe Kosten für die Endlagerung verursacht, lassen sich die Cellulosefasern problemlos entsorgen.

Sommerlicher Wärmeschutz

Beim winterlichen Wärmeschutz liegt Cellulose beispielsweise mit anderen mineralischen Dämmstoffen gleichauf. Beim sommerlichen Wärmeschutz dagegen hat es die Nase vorn. Die Wärmewelle von der Außenseite des Dachs bewegt sich durch Cellulose deutlich verzögert nach innen, so dass es unterm Dachstuhl länger kühl bleibt. “In wolkenlosen Sommernächten strahlt die aufgenommene Wärme in den Weltraum ab, die Temperaturwelle wird unterbrochen und baut sich erst am nächsten Tag wieder neu auf”, erklärt Holger Merkel, bei Climacell verantwortlich für Gebäudeanalysen.





Neue Suchbegriffe:

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